Hi, ich bin Isabell.
Pädagogin, Mama von zwei Kindern und seit August 2026 gemeinsam mit meinen Kindern und unserem Hund im Wohnmobil unterwegs durch Europa.
Aber eigentlich beginnt unsere Geschichte schon viel früher.
Ich wollte nie einfach funktionieren
Seit 18 Jahren arbeite ich mit Kindern und Familien. Lange dachte ich, ich wüsste als Pädagogin ziemlich gut, was Kinder brauchen.
Dann wurde ich selbst Mama.Die Geburt meiner ersten Tochter hat mein pädagogisches Mindset grundlegend verändert. Nicht nur ich als Mensch und als Mutter habe mich verändert – auch mein Blick auf Kinder, Entwicklung und Begleitung wurde ein anderer.Plötzlich waren Themen wie Bedürfnisse, Bindung, Achtsamkeit und die Frage, was hinter einem Verhalten steckt, für mich nicht mehr nur pädagogische Konzepte. Ich erlebte sie selbst jeden Tag.
Ich begann vieles, was ich vorher als selbstverständlich angesehen hatte, zu hinterfragen.
Warum müssen Kinder eigentlich funktionieren?
Warum erwarten wir von ihnen, dass sie sich an unsere Vorstellungen anpassen?
Und was passiert, wenn wir ihnen stattdessen wirklich zuhören und ihnen zutrauen, ihren eigenen Weg zu finden?Diese Fragen begleiten mich bis heute – als Mama und als Pädagogin.
Aber irgendwann ging es nicht mehr nur um die Kinder.
Auch ich wollte nicht einfach funktionieren.
Ich wollte raus aus diesem ständigen Gefühl, Termine im Kopf haben zu müssen. Aus Zeitdruck, Kalendern und dem Gefühl, dass der nächste Termin eigentlich schon wieder auf uns wartet.
Vieles davon machen wir uns natürlich selbst. Aber vieles entsteht auch durch die Rahmenbedingungen, in denen wir leben: Arbeit, Schule, Kindergarten, feste Zeiten, Verpflichtungen und all die kleinen Dinge, die unseren Alltag strukturieren.
Für viele Menschen gehört dieser Zeitdruck einfach zum normalen Leben dazu.
Ich wollte einmal wissen, wie es sich anfühlt, wenn wir aus diesem System ein Stück weit aussteigen.
Was passiert, wenn wir nicht ständig irgendwo sein müssen?
Wird es entspannter?
Oder wird es vielleicht sogar stressiger?
Wie fühlt es sich an, wenn man mit zwei Kindern und einem Hund auf wenigen Quadratmetern lebt?
Drehe ich irgendwann durch?
Oder stellen wir am Ende fest, dass genau dieses Leben gerade richtig für uns ist?
Ich weiß es noch nicht.
Und genau deshalb probieren wir es aus.
Warum wir frei lernen
Auch beim Thema Schule war unser Weg nicht von Anfang an klar.
Meine Kinder haben zunächst ganz normal die Schule besucht – bis zur zweiten beziehungsweise fünften Klasse. Wir hatten dort unsere schönen Momente, aber natürlich auch unsere Höhen und Tiefen.
Und deshalb möchte ich eines ganz klar sagen: Ich bin nicht grundsätzlich gegen Schule.
Ich weiß selbst noch nicht, ob freies Lernen für uns dauerhaft der richtige Weg sein wird.
Ich möchte es einfach erfahren.
Wie ist es, wenn Lernen anders funktioniert?
Was macht das mit meinen Kindern?
Was macht es mit mir?
Und wie verändert sich unser Familienleben, wenn Schule nicht mehr den Rhythmus unseres Alltags bestimmt?
Als Pädagogin bin ich davon überzeugt, dass Kinder kein klassisches Schulsystem brauchen, damit sie lernen können.
Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen verstehen, ausprobieren, entdecken und Zusammenhänge begreifen. Lernen passiert ständig – besonders dann, wenn echtes Interesse und eigene Motivation dahinterstehen.
Und mal ehrlich: Was wissen wir aus unserer eigenen Schulzeit heute noch wirklich?
Was mir aus meiner Schulzeit besonders geblieben ist, sind vor allem die Menschen. Die Freunde. Die gemeinsame Zeit. Das Gefühl, irgendwo dazuzugehören.
Natürlich können Unterrichtsinhalte wichtig sein. Aber für viele Kinder ist das Zusammensein mit ihren Freunden der eigentliche Grund, warum Schule für sie überhaupt attraktiv ist.
Ich bin überzeugt, dass ein Kind, das wirklich für etwas brennt, in einer halben Stunde unglaublich viel lernen kann – vielleicht sogar mehr als in einem halben Jahr Unterricht, wenn Motivation, Interesse und Freude fehlen.
Deshalb möchten wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, ihren eigenen Interessen zu folgen, in ihrem eigenen Tempo zu lernen und Wissen nicht nur aus Büchern und Unterrichtsstunden zu beziehen, sondern aus dem echten Leben.
Freies Lernen bedeutet für uns nicht, dass wir einfach nichts tun.
Es bedeutet, dass Lernen überall stattfinden darf.
Beim Kochen. Beim Reisen. Beim Einkaufen. Beim Beobachten. Beim Lesen. In Gesprächen. Beim Scheitern und Ausprobieren. Und natürlich auch mit Büchern, Lernmaterialien und bewussten Lernzeiten, wenn das gerade zu uns passt.
Und dann kam das Wohnmobil
Der Wunsch, mit unseren Kindern länger durch Europa zu reisen, ist nicht erst mit dem Wohnmobil entstanden.
Schon als unsere erste Tochter klein war, waren wir mit unserem VW-Bus unterwegs.
Wir haben dieses einfache Camping geliebt: morgens die Tür aufmachen und direkt draußen sein, spontan weiterfahren und mit wenig auskommen.
Aber für unser großes Europa-Projekt wollten wir etwas mehr Platz und vor allem mehr Möglichkeiten, auch bei schlechtem Wetter gut miteinander leben zu können.
Deshalb haben wir unseren VW-Bus gegen ein Wohnmobil getauscht.Nicht, weil wir das Busleben nicht mehr mochten – sondern weil unser Leben sich verändert hat.
Mit zwei Kindern, Hund, freiem Lernen und Arbeiten unterwegs brauchen wir einfach etwas mehr Raum.
Seit August 2026 leben wir nun auf rund 13 Quadratmetern und reisen durch Europa.
Wir lernen unterwegs, arbeiten unterwegs und verbringen unglaublich viel Zeit draußen.
Mit dabei: unsere zwei Kinder und unser Hund Max.
Natürlich ist das nicht jeden Tag idyllisch.
Wenig Platz, wechselnde Orte, Organisation, Arbeit, Lernen und Familienleben auf engem Raum bringen ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich.
Aber genau das möchte ich hier zeigen: nicht das perfekte Reiseleben, sondern unser echtes.
Warum "growing free family"?
Growing Free Family ist für mich deshalb mehr als ein Reiseprojekt.
Es geht um die Frage, wie ein Familienleben aussehen kann, das wirklich zu uns passt.
Um freies Lernen.
Um selbstbestimmtes Arbeiten.
Um Reisen und Natur.
Um Kinder, die ihren eigenen Weg finden dürfen.
Und um uns Erwachsene, die ebenfalls den Mut haben, unsere eigenen Vorstellungen vom Leben zu hinterfragen.
Ich glaube nicht, dass wir alle nach demselben Plan leben müssen.
Vielleicht müssen wir manchmal einfach den Mut haben, einen anderen auszuprobieren.
Und genau das machen wir gerade.
Wir haben unseren Alltag gegen ein Leben unterwegs getauscht und schauen, was passiert, wenn wir mehr Raum für Freiheit, Neugier und eigene Entscheidungen schaffen.
Schön, dass du hier bist.
Auf dieser Seite nehme ich dich mit in unseren Alltag unterwegs, erzähle von unseren Reisen, unserem freien Lernen, dem Familienleben und den Dingen, die mich auf diesem Weg beschäftigen. Nicht perfekt. Nicht fertig. Aber echt.
Willkommen bei growing free family.
